Meditationskreis

   
 
                              Wer kein Suchender ist,
wird nichts finden.
Wer unverbindlich reinschmecken will,
wird nicht auf den Geschmack kommen.
Es wird Dir nichts geboten.
Es gibt nichts nach Hause zu tragen.
Es geht um Dich selbst.

Angefangen hat alles in der Fastenzeit 1999. Etwa 15 Teilnehmer trafen sich im Johanneshaus zu den sogenannten  „Exerzitien im Alltag“ . Worum es damals ging? Nun, gemeinsam war wohl allen der Wunsch, die eigene Gottesbeziehung zu vertiefen. - Wer das will, der muss sich selbst auch in die Pflicht nehmen. So „versprachen“ alle Teilnehmer, täglich etwa 30 Minuten dem persönlichen Gebet zu widmen und sich einmal in der Woche zum Gedankenaustausch und zur „Einübung der drei Grundhaltungen auf dem Exerzitienweg“ zu treffen.

 

                                   Die „Grundhaltungen“ in der Meditation:
1. die Körperwahrnehmung
2. das Schweigen
3. die Achtsamkeit
 

 

Noch heute sind dies die tragenden Elemente unserer zweiwöchentlichen Meditationsabende. So beginnen wir unsere Abende nach einem kurzen Gebet zumeist damit, dass wir uns unseres Körpers bewusst werden. Wir achten auf unseren Atem, nehmen Verspannungen oder Schmerzen in unserem Körper wahr usw. Auf den Leib zu achten ist mehr als eine Modeerscheinung der heutigen Spiritualität. Seit jeher beten Menschen  nicht nur mit Worten, sondern auch mit leiblichen Gebärden wie Stehen, Sitzen oder Knien, ausgebreiteten oder gefalteten Händen.  

Danach gehen wir in die Stille, in das Schweigen. „Gott lässt sich finden“, sagt der Meditationsmeister Klemens Tilmann, „aber nur in der Stille.“ Die Traditionen aller Religionen schätzen das Schweigen als den Raum, den Ort der Gotteserfahrung.

Meditatives Gebet ist aber nicht nur wortarm, sondern auch gedankenarm. Diese Art zu beten ist nicht so leicht wie es anfangs scheint. Es bedarf schon einiger Übung, sich seiner Gedanken zu entleeren und nur einfach – wort- und gedankenlos -  da zu sein. Man könnte sagen: Die Vielfalt von guten geistlichen Gedanken des normalen Gebetes soll sich in der Meditation verdichten zu einem einzigen Gedanken:
Ich bin da, ich bin ganz anwesend vor Gott. Und manchmal – es ist wie ein großes Geschenk – stellt sich ein weiterer Gedanke ein: Gott ist da.

In der Tat, wer über einen längeren Zeitraum die Meditation praktiziert, der wird feststellen: Meditation will geübt und empfangen sein. Ja, es geht um Übung! Durch die ganze Kirchen-, ja die gesamte Religionsgeschichte hindurch ist eine Fülle von Übungen praktiziert worden. Meditation ist aber ebenso, wenn nicht noch viel mehr, ein Geschenk: Ich erfahre, dass Gott mich mir nimmt und mich ihm gibt, wie Nikolaus von der Flüe gebetet hat.

 

Mein Herr und mein Gott,
nimm alles mir,
was mich hindert zu dir.
Mein Herr und mein Gott,
gibt alles mir,
was mich fördert zu dir.
Mein Herr und mein Gott,
nimm mich mir
und gib mich ganz zu eigen dir.


Nikolaus von der Flüe 

 

Haben Sie Geschmack gefunden? Sie sind herzlich willkommen!

Kontakte:

Helga Gotthard

Tel.: 0231 - 28 13 97

 

Karl Bludau

Tel.: 02306 - 42 18 0

Weitere gute Informationen zum Thema Meditation und Kontemplation finden Sie unter:

www.kontemplative-meditation.de

 

 Meditationskreis
jeden zweiten Donnerstag,
außer in den Ferien
(ungerade Kalenderwoche)
20.15 Uhr – 21.30 Uhr / Johanneshaus